Skip to content
Glossar2 min Lesezeit

Geteilte Schicht

Was ist eine geteilte Schicht (Split Shift), wann wird dieses Arbeitszeitmodell eingesetzt und welche Regeln gelten für die Dienstplanung?

Eine geteilte Schicht (auch Split Shift) ist eine Arbeitsschicht, die in zwei separate Blöcke aufgeteilt wird. Dazwischen liegt eine längere unbezahlte Pause, oft mehrere Stunden. Statt durchgehend von 8 bis 16 Uhr zu arbeiten, könnte ein Mitarbeiter zum Beispiel von 7 bis 11 Uhr und dann wieder von 16 bis 20 Uhr eingesetzt sein.

Wo kommen geteilte Schichten vor?

Typisch ist dieses Modell in Branchen, in denen der Arbeitsanfall zu bestimmten Tageszeiten deutlich ansteigt. In der Gastronomie etwa gibt es Stoßzeiten zum Mittag und am Abend, dazwischen wenig Betrieb. Ähnlich verhält es sich im öffentlichen Nahverkehr oder in der Pflege, wenn morgens und abends die meiste Arbeit anfällt.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Geteilte Schichten sind nach dem Arbeitszeitgesetz zulässig. Wichtig: Die Gesamtarbeitszeit beider Blöcke darf die tägliche Höchstarbeitszeit nicht überschreiten. Auch die Ruhezeiten zwischen dem Ende der zweiten Schichthälfte und dem nächsten Arbeitsbeginn müssen eingehalten werden. Die Pause zwischen den Blöcken zählt allerdings nicht als Arbeitszeit.

Vor- und Nachteile

Für den Betrieb ermöglichen geteilte Schichten eine bedarfsgerechte Personalbesetzung ohne Leerlauf. Für Mitarbeiter sieht es anders aus: Der Tag ist praktisch "durchgeplant", obwohl nur ein Teil davon bezahlt wird. Deshalb sind geteilte Schichten bei Beschäftigten oft unbeliebt. Wer sie einsetzt, sollte fair kommunizieren und nach Möglichkeit einen Ausgleich bieten.

Alternativen zur geteilten Schicht

Bevor Sie geteilte Schichten einführen, prüfen Sie, ob gestaffelte Anfangszeiten dasselbe Problem lösen. Statt einen Koch von 10 bis 14 Uhr und 17 bis 21 Uhr einzusetzen, können Sie zwei verschiedene Mitarbeiter mit jeweils einer durchgehenden Schicht planen. Das ist für die Betroffenen deutlich attraktiver und erleichtert die Personalgewinnung.

Wenn geteilte Schichten unvermeidbar sind, versuchen Sie, die Pause möglichst kurz zu halten (2-3 Stunden statt 5) und bieten Sie den betroffenen Mitarbeitern im Gegenzug bevorzugte Schichten an anderen Tagen an. Transparenz und Fairness machen den Unterschied zwischen einem funktionierenden Modell und einer Dauerbaustelle.

Praxis-Tipp

Dokumentieren Sie geteilte Schichten als eigenen Schichttyp im Dienstplan, nicht als zwei separate Einträge. Nur so behalten Sie die tägliche Gesamtarbeitszeit und die Höchstarbeitszeit im Blick.

Häufige Fragen

Was ist eine geteilte Schicht?+
Eine geteilte Schicht (Split Shift) ist eine Arbeitsschicht, die in zwei separate Blöcke aufgeteilt wird. Dazwischen liegt eine längere unbezahlte Pause von mehreren Stunden.
In welchen Branchen werden geteilte Schichten eingesetzt?+
Geteilte Schichten sind typisch für Branchen mit stark schwankendem Arbeitsanfall, z. B. in der Gastronomie (Stoßzeiten mittags und abends), im öffentlichen Nahverkehr und in der Pflege.
Zählt die Pause zwischen den Schichtblöcken als Arbeitszeit?+
Nein. Die Pause zwischen den beiden Blöcken einer geteilten Schicht zählt nicht als Arbeitszeit. Vergütet wird nur die tatsächliche Arbeitszeit in den beiden Einsatzblöcken.

Dienstplanung ohne Aufwand

Dienstify übernimmt die Komplexität. Sie behalten den Überblick.

Mehr erfahren