Unterbesetzung
Was bedeutet Unterbesetzung im Schichtbetrieb und wie lässt sich dagegen vorsorgen? Ursachen, Folgen und Strategien für die Dienstplanung.
Unterbesetzung liegt vor, wenn weniger Personal verfügbar ist, als für den regulären Betrieb eingeplant wurde. Die Schicht läuft, aber es fehlen Leute. Das kann einzelne Stunden, einen ganzen Tag oder chronisch über Wochen hinweg der Fall sein.
Wie entsteht Unterbesetzung?
Die häufigsten Ursachen:
- Kurzfristige Ausfälle: Krankheit, private Notfälle, unentschuldigtes Fehlen
- Strukturelle Probleme: Zu wenig Personal für den tatsächlichen Bedarf, hohe Fluktuation, unbesetzte Stellen
- Saisonale Spitzen: Mehr Arbeit als geplant, z. B. im Weihnachtsgeschäft oder während der Grippewelle
- Planungsfehler: Die Mindestbesetzung wurde bei der Dienstplanung nicht korrekt berücksichtigt
Warum ist Unterbesetzung gefährlich?
In der Pflege kann Unterbesetzung die Patientensicherheit gefährden. In der Produktion steigen Fehlerquoten und Unfallrisiko. Im Sicherheitsdienst können Bereiche nicht abgedeckt werden. Und überall führt Unterbesetzung zu einer Kettenreaktion: Das verbleibende Team wird stärker belastet, die Krankheitsquote steigt, noch mehr Leute fallen aus.
Was Sie dagegen tun können
Ein gutes Ausfallmanagement ist der erste Schritt. Dazu gehört eine aktuelle Liste mit Springern und Aushilfen, die kurzfristig einspringen können. Definieren Sie außerdem eine klare Mindestbesetzung pro Schicht. So erkennen Sie im Dienstplan sofort, wenn eine Schicht kritisch dünn besetzt ist, und können rechtzeitig reagieren.
Chronische vs. akute Unterbesetzung
Akute Unterbesetzung (Grippewelle, 3 Krankmeldungen am Montag) lässt sich mit einem guten Springer-Pool abfangen. Chronische Unterbesetzung ist ein anderes Problem. Wenn Sie seit Monaten 2 Stellen nicht besetzen können, hilft kein Ausfallmanagement der Welt. Dann brauchen Sie entweder bessere Konditionen für Bewerber, Leiharbeit als Überbrückung oder eine ehrliche Anpassung der Betriebszeiten.
Die versteckten Kosten
Unterbesetzung kostet mehr als die fehlende Arbeitskraft. Das verbleibende Team leistet Überstunden, die mit Zuschlägen vergütet werden müssen. Die Fehlerquote steigt, Kunden beschweren sich, gute Mitarbeiter kündigen, weil sie die Dauerbelastung nicht mehr mittragen wollen. Rechnen Sie bei chronischer Unterbesetzung die tatsächlichen Gesamtkosten, nicht nur die gesparten Gehälter.
Häufige Fragen
Was sind die häufigsten Ursachen für Unterbesetzung?+
Welche Folgen hat Unterbesetzung im Schichtbetrieb?+
Wie beugen Sie Unterbesetzung vor?+
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