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Glossar2 min Lesezeit

Ausfallmanagement

Was ist Ausfallmanagement in der Dienstplanung und wie funktioniert es in der Praxis? Strategien bei Krankheit und kurzfristigen Ausfällen.

Ausfallmanagement beschreibt alle Prozesse und Maßnahmen, mit denen ein Betrieb auf kurzfristige Personalausfälle reagiert. Ob Krankheit, Unfall oder familiärer Notfall: Wenn eine eingeplante Kraft wegfällt, muss schnell Ersatz her.

Wie funktioniert das in der Praxis?

Die meisten Schichtbetriebe nutzen eine Kombination aus drei Ansätzen:

  • Springer-Pool: Mitarbeiter, die flexibel auf verschiedenen Positionen einsetzbar sind und kurzfristig einspringen können
  • Überstundenregelung: Bestehende Mitarbeiter übernehmen die Schicht zusätzlich
  • Rufbereitschaft: Mitarbeiter, die im Bedarfsfall kurzfristig aktiviert werden können

Welcher Mix passt, hängt von Betriebsgröße und Branche ab. Ein Pflegedienst mit 20 Mitarbeitern kann keinen Springer-Pool von 5 Leuten unterhalten. Da läuft vieles über Überstunden und gegenseitige Absprachen. Ein Logistikzentrum mit 200 Leuten hat dagegen die Masse, um einen echten Pool aufzubauen.

Warum ist das so wichtig?

In Branchen wie der Pflege oder im Sicherheitsdienst gibt es Mindestbesetzungen, die jederzeit eingehalten werden müssen. Ohne funktionierendes Ausfallmanagement riskieren Sie Vertragsverletzungen gegenüber Kunden oder Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben.

Ein guter Dienstplan berücksichtigt Ausfallwahrscheinlichkeiten von Anfang an und plant Puffer ein, statt erst zu reagieren, wenn es schon brennt. Rechnen Sie mit einer durchschnittlichen Krankheitsquote von 5-7 % und planen Sie entsprechend.

Eskalationsstufen definieren

Legen Sie fest, was bei einem Ausfall in welcher Reihenfolge passiert:

  1. Automatische Benachrichtigung an verfügbare Springer
  2. Anfrage an Mitarbeiter mit wenigen Wochenstunden auf dem Arbeitszeitkonto
  3. Schichtübernahme durch die vorige oder folgende Schicht (mit Überstundenvergütung)
  4. Eskalation an die Betriebsleitung, wenn die Mindestbesetzung nicht gehalten werden kann

Ohne diese Kette beginnt bei jedem Ausfall die gleiche hektische Suche. Das belastet immer dieselben Leute und frisst Zeit, die niemand hat.

Praxis-Tipp

Halten Sie eine aktuelle Liste von Springern und Aushilfen bereit und pflegen Sie deren Verfügbarkeiten regelmäßig. So können Sie bei einer Krankmeldung innerhalb von Minuten Ersatz finden, statt das halbe Team durchtelefonieren zu müssen.

Häufige Fragen

Was ist Ausfallmanagement im Schichtbetrieb?+
Ausfallmanagement umfasst alle Prozesse, mit denen ein Betrieb auf kurzfristige Personalausfälle reagiert. Dazu gehören Springer-Pools, Überstundenregelungen und Rufbereitschaften, um Schichten trotz Krankheit oder Notfällen besetzt zu halten.
Wie bauen Sie einen funktionierenden Springer-Pool auf?+
Identifizieren Sie Mitarbeiter, die auf mehreren Positionen einsetzbar sind, und pflegen Sie deren aktuelle Verfügbarkeiten regelmäßig. So finden Sie bei einem Ausfall innerhalb von Minuten Ersatz, statt das halbe Team durchtelefonieren zu müssen.
Warum reicht es nicht, Ausfälle erst im Ernstfall zu managen?+
Ohne vorbereitete Prozesse geraten Sie bei jeder Krankmeldung unter Zeitdruck. In Branchen mit gesetzlichen Mindestbesetzungen wie Pflege oder Sicherheitsdienst drohen bei Unterbesetzung Vertragsverletzungen oder Bußgelder.

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