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Glossar2 min Lesezeit

Abwesenheitsmanagement

Was ist Abwesenheitsmanagement, welche Abwesenheitsarten gibt es und warum ist strukturiertes Fehlzeitenmanagement in Schichtbetrieben so wichtig?

Abwesenheitsmanagement umfasst die systematische Erfassung, Verwaltung und Auswertung aller Zeiten, in denen Mitarbeiter nicht am Arbeitsplatz sind. Dazu zählen Urlaub, Krankheit, Fortbildungen, Elternzeit, Sonderurlaub und andere Abwesenheitsgründe.

Was gehört dazu?

Im Kern geht es um drei Dinge:

  • Erfassung: Jede Abwesenheit wird mit Grund, Zeitraum und Status (genehmigt, beantragt, unentschuldigt) dokumentiert.
  • Planung: Urlaubsanträge werden rechtzeitig berücksichtigt, damit die Schichtbesetzung stimmt.
  • Auswertung: Muster werden sichtbar. Häufen sich Ausfälle an bestimmten Wochentagen oder in bestimmten Teams?

Warum ist das in Schichtbetrieben besonders relevant?

In Betrieben mit festen Schichten wirkt sich jede Abwesenheit direkt auf die Besetzung aus. Wenn eine Pflegekraft auf Station fehlt, muss sofort Ersatz organisiert werden. Wer Abwesenheiten nur in einer Excel-Tabelle pflegt, verliert schnell den Überblick.

Ein durchdachtes Abwesenheitsmanagement hilft dabei, Krankmeldungen zeitnah im Dienstplan abzubilden und Engpässe früh zu erkennen. Gleichzeitig lassen sich Urlaubssperren für kritische Zeiträume hinterlegen, ohne dass Sie jede Anfrage manuell prüfen müssen.

Abwesenheitsquoten im Blick behalten

Rechnen Sie mit einer Grundlast von 25-30 % Abwesenheit, wenn Sie Urlaub, Krankheit, Fortbildung und sonstige Ausfälle zusammenzählen. Das bedeutet: Von 10 Mitarbeitern stehen im Schnitt nur 7-8 tatsächlich zur Verfügung. Wer mit 10 plant, hat ein Problem.

Die Krankheitsquote allein liegt in Deutschland bei durchschnittlich 5-7 %. In Schichtbetrieben mit hoher Belastung oft höher. Beobachten Sie diese Zahlen monatlich und reagieren Sie, wenn ein Team dauerhaft über dem Durchschnitt liegt.

Praxis-Tipp

Legen Sie für jede Abwesenheitsart klare Prozesse fest: Wer muss bis wann informiert werden? Wie wird der Dienstplan angepasst? Eine Krankmeldung bis 07:00 Uhr, ein Urlaubsantrag 4 Wochen vorher, ein Fortbildungswunsch bis zum 15. des Vormonats. So vermeiden Sie hektische Telefonate am frühen Morgen und schaffen Planungssicherheit für Ihr gesamtes Team.

Häufige Fragen

Welche Abwesenheitsarten müssen im Dienstplan erfasst werden?+
Im Dienstplan sollten mindestens Urlaub, Krankheit, Fortbildungen, Elternzeit und Sonderurlaub erfasst werden. Zusätzlich sind unentschuldigte Fehlzeiten und genehmigte Freistellungen relevant, damit die Schichtbesetzung jederzeit korrekt abgebildet ist.
Wie verbessert digitales Abwesenheitsmanagement die Schichtplanung?+
Digitales Abwesenheitsmanagement zeigt in Echtzeit, welche Mitarbeiter verfügbar sind und wo Lücken im Dienstplan entstehen. So können Sie Engpässe frühzeitig erkennen und Ersatz organisieren, bevor eine Schicht unterbesetzt bleibt.
Was passiert, wenn eine Abwesenheit nicht rechtzeitig im Dienstplan erfasst wird?+
Ohne rechtzeitige Erfassung riskieren Sie eine Unterbesetzung der betroffenen Schicht. In der Pflege oder im Sicherheitsdienst kann das zu Verstößen gegen gesetzliche Mindestbesetzungen führen.

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