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Glossar2 min Lesezeit

Bedarfsplanung

Was ist Bedarfsplanung im Kontext der Personaleinsatzplanung, wie ermitteln Sie den richtigen Personalbedarf und welche Methoden gibt es?

Bedarfsplanung ist der Prozess, bei dem ermittelt wird, wie viele Mitarbeiter mit welchen Qualifikationen zu welchem Zeitpunkt benötigt werden. Sie bildet die Grundlage für jede sinnvolle Personaleinsatzplanung.

Welche Faktoren spielen rein?

Der Personalbedarf ergibt sich aus verschiedenen Einflussgrößen:

  • Auftragslage / Belegung: Wie viele Patienten, Gäste oder Aufträge sind zu erwarten?
  • Gesetzliche Vorgaben: Mindestbesetzungen, Fachkraftquoten, Ruhezeiten
  • Erfahrungswerte: Historische Daten zeigen, wann typischerweise Spitzen und Flauten auftreten
  • Saisonale Muster: Urlaubszeiten, Feiertage, Weihnachtsgeschäft

Qualitativ vs. quantitativ

Bei der Bedarfsplanung unterscheidet man zwei Dimensionen. Die quantitative Planung beantwortet die Frage: Wie viele Köpfe brauche ich? Die qualitative Planung klärt: Welche Qualifikationen müssen diese Personen mitbringen?

Beides muss zusammenpassen. Fünf Mitarbeiter auf der Station bringen wenig, wenn drei davon noch in der Einarbeitung sind und nicht eigenständig arbeiten dürfen.

Von der Planung zur Schicht

Die Bedarfsplanung liefert den Input für die Schichtplanung. Erst wenn klar ist, wie viele Personen pro Zeitfenster gebraucht werden, können Schichten sinnvoll besetzt werden.

Häufiger Fehler: Spitzenbedarf als Dauerbedarf planen

Manche Betriebe nehmen den höchsten Bedarf der letzten Monate und planen dauerhaft damit. Das führt zu teurer Überbesetzung in normalen Wochen. Umgekehrt ist es genauso falsch, nur den Durchschnitt zu planen und bei Spitzen regelmäßig Überstunden anordnen zu müssen.

Die Lösung: Definieren Sie einen Basisbedarf für den Normalbetrieb und einen Spitzenbedarf für bekannte Hochphasen. Den Basisbedarf decken Sie mit Festangestellten, den Spitzenbedarf mit Springern, Aushilfen oder Mehrarbeit.

Praxis-Tipp

Überprüfen Sie Ihre Bedarfsplanung regelmäßig anhand realer Daten. Wenn Sie feststellen, dass bestimmte Schichten ständig unter- oder überbesetzt sind, stimmt Ihre Planung nicht mit der Realität überein. Ein Soll-Ist-Vergleich der Besetzungszahlen pro Schicht liefert die nötige Transparenz. Kleine Anpassungen alle paar Monate sparen langfristig viel Stress.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen quantitativer und qualitativer Bedarfsplanung?+
Die quantitative Bedarfsplanung klärt, wie viele Mitarbeiter pro Schicht benötigt werden. Die qualitative Bedarfsplanung legt fest, welche Qualifikationen diese Mitarbeiter mitbringen müssen, z. B. Fachkraftquoten oder Sachkundenachweise.
Welche Daten brauchen Sie für eine gute Bedarfsplanung?+
Sie brauchen Erfahrungswerte aus der Vergangenheit, die aktuelle Auftragslage oder Belegung, gesetzliche Vorgaben zu Mindestbesetzungen und saisonale Muster wie Urlaubszeiten oder Feiertage.
Wie oft sollte die Bedarfsplanung überprüft werden?+
Überprüfen Sie Ihre Bedarfsplanung alle paar Monate anhand realer Daten. Wenn bestimmte Schichten ständig unter- oder überbesetzt sind, stimmt Ihre Planung nicht mit der Realität überein und sollte angepasst werden.

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