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Glossar2 min Lesezeit

Spätschicht

Was ist die Spätschicht, welche Uhrzeiten sind typisch, worauf sollten Betriebe achten und wie planen Sie den Übergang zur Nachtschicht?

Die Spätschicht ist die zweite Schicht des Tages und liegt typischerweise zwischen 14:00 und 22:00 Uhr. In manchen Betrieben beginnt sie schon um 13:00 Uhr, in anderen erst um 15:00 Uhr. Die genauen Zeiten richten sich nach dem jeweiligen Schichtmodell und den betrieblichen Anforderungen.

Wo wird die Spätschicht eingesetzt?

Die Spätschicht ist fester Bestandteil jedes Zwei- oder Dreischichtsystems. Typische Einsatzbereiche:

  • Produktion: Verlängerung der Maschinenlaufzeit über den Nachmittag und Abend
  • Pflege: Abdeckung der Abendversorgung von Patienten und Bewohnern
  • Gastronomie: Vorbereitung und Durchführung des Abendgeschäfts
  • Einzelhandel: Abdeckung der Öffnungszeiten bis Ladenschluss

Was macht die Spätschicht besonders?

Im Vergleich zur Frühschicht hat die Spätschicht einen entscheidenden Vorteil: Mitarbeiter können morgens ausschlafen und private Termine erledigen. Der Nachteil: Abendliche Aktivitäten, Familie und Sozialleben kommen zu kurz.

Viele Mitarbeiter empfinden die Spätschicht als weniger belastend als die Nachtschicht, aber sozial einschränkender als die Frühschicht. In Befragungen landet sie oft auf dem mittleren Platz der Beliebtheitsskala.

Zuschläge und Vergütung

Ob es für die Spätschicht Zuschläge gibt, hängt vom Tarifvertrag ab. Ein gesetzlicher Anspruch besteht nicht. In vielen Tarifverträgen wird die Spätschicht erst ab einer bestimmten Uhrzeit (z. B. ab 20:00 Uhr) mit einem Zuschlag vergütet, der dann oft in den Nachtzuschlag übergeht.

Spätschicht und Ruhezeiten

Wenn die Spätschicht um 22:00 Uhr endet, darf die nächste Schicht frühestens um 09:00 Uhr beginnen (11 Stunden Ruhezeit). Das schließt eine direkte Frühschicht am Folgetag aus, wenn diese um 06:00 Uhr beginnt. Planer vergessen diesen Punkt regelmäßig, besonders wenn Mitarbeiter kurzfristig Schichten tauschen.

Praxis-Tipp

Die Spätschicht ist oft schwerer zu besetzen als die Frühschicht, besonders bei Eltern mit schulpflichtigen Kindern. Wenn Sie die Spätschicht attraktiver machen wollen, helfen zwei Dinge: Ein fester Rhythmus (z. B. nie mehr als 3 Spätschichten am Stück) und die Garantie, dass auf einen Spätschicht-Block mindestens ein freier Tag folgt. Das kostet in der Planung etwas mehr Aufwand, verbessert aber die Akzeptanz im Team deutlich.

Häufige Fragen

Wann beginnt und endet die Spätschicht?+
Die Spätschicht beginnt in den meisten Betrieben zwischen 13:00 und 15:00 Uhr und endet zwischen 21:00 und 23:00 Uhr. Der klassische Zeitrahmen liegt bei 14:00 bis 22:00 Uhr.
Gibt es Zuschläge für die Spätschicht?+
Einen gesetzlichen Spätschichtzuschlag gibt es nicht. Ob Zuschläge gezahlt werden, hängt vom Tarifvertrag oder der Betriebsvereinbarung ab. Erst ab 23:00 Uhr greift der Nachtarbeitszuschlag.
Was sollten Dienstplaner bei der Spätschicht beachten?+
Achten Sie auf die 11-Stunden-Ruhezeit zur nächsten Schicht. Wenn die Spätschicht um 22:00 Uhr endet, darf die Frühschicht am Folgetag frühestens um 09:00 Uhr beginnen.

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